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Wenn der Strom weg ist, fällt das Licht zuerst aus. Das Handy aber nicht zuletzt.

Die meisten stellen sich einen Stromausfall als dunkles Zimmer vor. Das ist der harmloseste Teil. Interessant wird die Reihenfolge: was nach fünf Minuten steht, was nach einer Stunde, und warum ausgerechnet das Gerät aufgibt, auf das sich fast alle verlassen.

Ratgeber-Redaktion · Aktualisiert im Oktober 2026 · Lesezeit 4 Minuten

Ältere Hand kurbelt ein rotes Notfallradio an einem Fenster, draußen Regen und Herbstlaub
Herbststürme treffen vor allem Regionen mit oberirdischen Leitungen. Dort dauert eine Störung selten Minuten, sondern Stunden.

Im Herbst häufen sich die Meldungen über Stromausfälle, und sie haben fast immer dieselbe Ursache: Wind. Wo Leitungen oberirdisch verlaufen, reicht ein Ast. In der Stadt bemerkt man davon wenig, weil dort fast alles im Boden liegt. Auf dem Land und am Stadtrand ist das anders.

Was dann passiert, läuft in einer überraschend festen Reihenfolge ab. Wer sie einmal gelesen hat, trifft eine andere Entscheidung darüber, was im Haus liegen sollte.

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Die Reihenfolge, in der ein Haushalt stehenbleibt

1
Licht, Herd, Kühlschrank Sofort. Das ist der Teil, den jeder erwartet, und der am wenigsten weh tut. Ein Kühlschrank hält geschlossen mehrere Stunden.
2
Das Festnetz Sofort. Nicht offensichtlich: Ein schnurloses DECT-Telefon hängt an einer Basisstation, und die Basisstation hängt an der Steckdose. Der Router ebenso. Das Telefon ist also im selben Moment tot wie die Lampe.
3
Die Heizung Sofort, auch die Gasheizung. Umwälzpumpe und Steuerung brauchen Strom. Das Gas liegt an, die Wärme kommt trotzdem nicht in den Heizkörper.
4
Das Mobilfunknetz Nach einer Weile. Hier liegt der Denkfehler. Das Handy hat einen vollen Akku und zeigt trotzdem irgendwann kein Netz mehr, weil nicht das Handy das Problem ist, sondern der Funkmast. Auch der braucht Strom, und seine Notversorgung ist nicht für einen langen Ausfall gedacht.
5
Der Geldautomat Sofort, und das fällt erst auf, wenn man ihn braucht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren, und rät deshalb, Bargeld im Haus zu haben.

Das Handy ist für viele der Notfallplan. Tatsächlich ist es das Gerät, das von einer fremden Stromversorgung abhängt, über die man selbst gar nichts entscheiden kann.

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Was die offizielle Empfehlung dazu sagt

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) formuliert für den Stromausfall eine sehr konkrete Empfehlung, und sie betrifft genau diese Lücke:

„Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können.“ Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Ratgeber Stromausfall, bbk.bund.de

Das ist eine allgemeine Empfehlung für eine Geräteart, keine Aussage über ein bestimmtes Produkt und keine Empfehlung dieses Angebots. Interessant ist die Begründung dahinter: Rundfunk ist der einzige Informationsweg, der beim Empfänger keinen Strom und keine Verbindung braucht. Ein Sender hat eine Notstromversorgung. Ein Funkmast in Ihrer Straße eher nicht.

Warum ausgerechnet eine Kurbel

Ein batteriebetriebenes Radio löst das Problem nur halb, und zwar aus einem banalen Grund: Batterien liegen jahrelang in der Schublade und sind dann leer, wenn man sie braucht. Das ist kein Vorwurf an irgendjemanden, es ist einfach, was mit Batterien passiert.

Eine Handkurbel nimmt diesen Schritt aus der Rechnung. Im Gerät sitzt ein kleiner Generator: Drehen erzeugt Strom, der Strom lädt einen eingebauten Akku, der Akku betreibt Radio und Lampe. Es gibt nichts, was leer sein kann, bevor man anfängt zu drehen. Das ist der ganze Mechanismus, und das ist auch schon der ganze Punkt.

Ältere Hände falten eine leuchtende LED-Lampe auf einem Wohnzimmertisch auseinander
Die faltbare Leuchte macht aus Punktlicht Flächenlicht. Eine Taschenlampe beleuchtet einen Fleck, eine Leuchte einen Raum.

Drei Geräte, und warum es genau diese drei sind

Wer die Liste oben durchgeht, landet fast zwangsläufig bei drei Dingen. Nicht bei einem Keller voller Vorräte, sondern bei drei Geräten, die zusammen die Lücken schließen, die der Stromausfall aufreißt.

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Die drei Geräte des Notfallsets von oben auf einem Tisch: rotes Kurbelradio, faltbare LED-Leuchte und Stirnlampe
Die drei Geräte des Sets. Zusammen sind sie das, was nach der Liste oben übrigbleibt.
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Der ehrliche Teil: wofür das nicht gedacht ist

Das Set ist eine Hilfe für die ersten Stunden und Tage eines Ausfalls im eigenen Haushalt. Es ist keine zertifizierte oder professionelle Notfallausrüstung, es ersetzt keine solche, und es macht niemanden autark. Wer eine Heizung ohne Strom betreiben oder einen Kühlschrank am Laufen halten will, braucht etwas völlig anderes und deutlich Teureres.

Was es tut, ist schmaler und dafür verlässlich: Sie haben Licht, und Sie bekommen mit, was los ist. Nach der Liste oben sind das die beiden Dinge, die als Erstes fehlen.

Älterer Mann mit eingeschalteter Stirnlampe holt eine Leuchte aus einer Schublade im dunklen Flur
Der häufigste Moment, in dem Menschen feststellen, dass nichts im Haus ist: der dunkle Flur, die Schublade, in der alles liegt außer dem, was man sucht.

Das Angebot

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